Hier findest du alle Informationen über unsere politische Arbeit an der Universität und darüber hinaus: Themen, Positionen und aktuelle Veranstaltungen. Jede*r kann jederzeit bei uns mitmachen!

 

 

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Neues Sprecher*innen-Team

Zum Start in das neue Semester hat unsere Hochschulgruppe ein neues SprecherInnen-Team gewählt. Dieses bilden im nächsten Jahr Iris Wohnsiedler, Georg Heyn und Mia Thiel. Wir gratulieren zur Wahl und bedanken uns recht herzlich bei den alten SprecherInnen Nora und Stephan für die Arbeit im letzten Jahr. Auf viele tolle kommende Sitzungen und Veranstaltungen!

 

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Verantwortungslos: Koalition setzt weiter auf Elitenförderung!

Anlässlich der Entscheidung der Koalition zur Fortsetzung der Exzellenzinitiative erklärt Annika Klose, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Die Koalition investiert – und wieder einmal profitieren nur Eliten. Auch mit einer Lupe ist bei Wankas bildungs- und wissenschaftspolitischer Schwerpunktsetzung keine soziale Gerechtigkeit zu finden.

Die Entscheidung, die Exzellenzinitiative fortzusetzen, wollte Wanka offensichtlich um jeden Preis vor deren Evaluation durchsetzen. Sie hat Angst vor den Ergebnissen und um die Mehrheitsfähigkeit ihres Lieblingsprojektes. Die Koalition steckt nun blind weitere Milliarden in ein Projekt, dessen Auswirkungen höchst umstritten sind. Diese Politik ist verantwortungslos.

Weitere vier Milliarden Euro in die Spitzenforschung zu investieren macht angesichts der Unterfinanzierung der Hochschulen fassungslos. Nach zehn Jahren Exzellenzinitiative ist es höchste Zeit, sie zu begraben. Stattdessen braucht es Investitionen in die Lehre und die Unterstützung der Fachhochschulen.

Leidtragende sind weiterhin die Studierenden. Für sie bleiben vom Finanzierungs-Festbankett wieder nur die Krümel übrig. Die Definition der Union von ‚Investitionen in die Zukunft’ ist bedenklich: Sie umfasst nur wenige Menschen. Angesichts des demographischen Wandels müsste aber in die Bildungszukunft möglichst vieler investiert werden, anstatt weiterhin Spitzen zu fördern. Es muss Schluss sein mit der Elitenförderung!“
Zum Hintergrund: Die Große Koalition hat am Donnerstag, den 16. April, einen Grundsatzbeschluss gefasst, die Exzellenzinitiative bis zum Jahr 2028 zu verlängern und dafür zusätzliche vier Milliarden Euro in Spitzenforschung zu investieren. Allerdings wird der erste Evaluationsbericht zur Exzellenzinitiative von DFG und WR erst Mitte 2015 erwartet. Eine Evaluationskommission soll bis Anfang 2016 Zukunftsempfehlungen erarbeiten.

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Zukunft der Exzellenzinitiative: Ist das Ei faul, hilft alles Brüten nichts!

 

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Zur Debatte um die Schwerpunktsetzung der Wissenschaftspolitik in den kommenden Jahren erklärt Annika Klose, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

 

 

„Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) verspielt die Bildungschancen der Studierenden. Anstatt eine ausgewogene Wissenschafts- und Bildungspolitik voranzubringen, setzt die Ministerin weiterhin auf die einseitige Förderung der Spitzenforschung. Dabei bleibt die Bildung abermals auf der Strecke.

Für dringend nötige Verbesserungen in der Lehre und bei der Beratung und Betreuung von Studierenden ist kein Geld da. Die magere Grundfinanzierung der Hochschulen nimmt ihnen entscheidenden Handlungsspielraum. Stattdessen müssen die Hochschulen weiterhin um zweckgebundene Forschungsmittel konkurrieren, um sich überhaupt zu finanzieren. Dies geht direkt zu Lasten der Studierenden

Mit der Fortsetzung der Exzellenzinitiative und ihrer angekündigten Schwerpunktsetzung auf Spitzenforschung handelt Wanka verantwortungslos. Die Initiative hat im Wissenschaftssystem eine enorme Schieflage erzeugt. Einige Hochschulen und ihre Forschung profitierten übermäßig. Der Rest hat viel in den Wettbewerb investiert und ging dennoch leer aus. Eine verantwortungsvolle Wissenschaftspolitik würde endlich gegensteuern und jene unterstützen, die in den letzten zehn Jahren nicht bedacht wurden: die Studierenden, die Fachhochschulen und kleinere Universitäten

Derzeit findet eine Evaluation der Exzellenzinitiative statt. Doch: Ist das Ei faul, hilft alles Brüten nichts. Ein Ende der Exzellenzinitiative müsste die Konsequenz sein. Wanka hat sich fatalerweise für das Gegenteil entschieden.“

Zum Hintergrund:
Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) äußerte sich in einem über die Oster-Tage veröffentlichten Gespräch mit der dpa zu ihrer politischen Agenda in den kommenden Jahren. Dabei erklärte sie, die Fortführung der Exzellenzinitiative für Spitzenforschung an deutschen Hochschulen sei auch nach 2017 von herausragender Bedeutung.